Beschreibung
Prüfung der Anbindung von Bremerhaven an das Wasserstoff (H2)-Startnetz/Fernleitungsnetz und Umsetzung
Die Bundesnetzagentur hat im November 2024 die Anbindung Bremerhavens an das deutsche Wasserstoff-Kernnetz genehmigt. Die Anbindung erfolgt über Elsfleth über eine 32 Kilometer lange Leitung (Neubau) und eröffnet damit Möglichkeiten für den Import von Wasserstoff über die Hafenstadt. Mit dem Projekt soll die Region Teil eines zukunftsweisenden Energieverbunds werden. Das Projekt soll bis Dezember 2030 abgeschlossen und die Leitung dann betriebsbereit sein. Es steht derzeit noch nicht fest, wer die Leitung baut.
Prüfung der Anbindung von Bremerhaven an das Wasserstoff (H2)-Startnetz/Fernleitungsnetz und Umsetzung
1) Prüfung der Anbindung
2) Umsetzung
Der Ausbau des Wasserstoffnetzes wird auf verschiedenen Ebenen vorangetrieben:
Regulatorisch: Hauptakteur ist die Bundesnetzagentur, die Genehmigungen erteilt und die Planung verantwortet
Politisch/strategisch: die Bundesregierung durch den gesetzlichen Rahmen/Förderprogramme
Technisch: regionale Netzgesellschaften, die bauen und betreiben
Industrie/Markt: Energieunternehmen, Produzenten, Abnehmer bestimmen Nachfrage, Produktion und Versorgung
Das Regionalmanagement Wasserstoff der BIS hat in den letzten Jahren maßgeblich dazu beigetragen, dass sich Bremerhaven zur Testregion und zum Kompetenzzentrum für Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologien im Norden entwickelt hat. Gemeinsame Vorhaben zwischen wissenschaftlichen Institutionen und Unternehmen, auch initiiert vom Regionalmanagement Wasserstoff, verantworten zum regionalen Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft.
Bereits heute hat Bremerhaven eine umfassende wissenschaftliche Kompetenz im Bereich "grüner" Wasserstoff aufgebaut, die sich nahezu durch alle ansässigen wissenschaftlichen Einrichtungen sowie Unternehmen zieht. In den vergangenen Jahren wurden vielfältige Projekterfahrungen, z.B. bei der Erzeugung von grünem Wasserstoff durch Windkraft oder dem Einsatz von Wasserstoffbussen im Stadtverkehr, gesammelt.
All diese Aktivitäten, unterstützt durch das Regionalmanagement Wasserstoff, eröffnen den ansässigen Unternehmen Anwendungsgebiete und neue Geschäftsperspektiven. Für nicht-ansässige Unternehmen ist Bremerhaven ein attraktiver Standort der Green Economy. Die BIS trägt mit dem Regionalmanagement Wasserstoff zu dieser Entwicklung bei und fördert damit den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft in Bremerhaven. Durch die überregionale Vermarktung der Wasserstoffkompetenz, ist Bremerhaven weithin sichtbar für diejenigen, die die Anbindung Bremerhavens an das Wasserstoffnetzwerk verantworten.
Parallel zu diesen Aktivitäten wurden und werden über den Senat/bremenports und weitere Akteure (z.B. die BIS) die Machbarkeit für einen EnergyPort in Bremen geprüft und weiterentwickelt mit dem Ziel, eine Hafeninfrastruktur u.a. für den Umschlag von grünem Wasserstoff aufzubauen. Zur weiteren Verteilung des Wasserstoffs ist dann der Neubau einer Wasserstoffpipeline erforderlich, der wie beschrieben genehmigt wurde. Diese Pipeline (zwischen Elsfleth und Bremerhaven) steht für die Anbindung Bremerhavens an das Wasserstoffnetz.