Die BREBAU hat eine Datenaufnahme und Analyse ihrer Bestandsobjekte durchgeführt und erstellt jährlich eine CO2-Bilanz für den gesamten Wohnungsbestand und ihr Verwaltungsgebäude. Diese liefert eine Grundlage zur Ableitung und Priorisierung von Maßnahmen und Szenarien für den Gebäudebestand.
Um das Hauptverwaltungsgebäude zukünftig klimaneutral betreiben zu können, wurden unter Einbeziehung externer Expertise unterschiedliche Ansätze überprüft. Demnach stellen Wärmepumpen oder ggf. ein Fernwärmeanschluss klimaneutrale Alternativen zur bisherigen Beheizungsart dar. Sobald die bestehende Heizungsanlage des Verwaltungsgebäudes technisch abgängig ist, kann hier ein entsprechender Ersatz in Form einer klimaneutralen Alternative erfolgen.
Eine für den gesamten Wohnungsbestand praktikable und zielführende Variante ist u. a. die Nutzung der Fernwärme, sofern die benötigte Infrastruktur und die entsprechenden Verfügbarkeiten gegeben sind.
Die BREBAU prüft im Rahmen der Möglichkeiten laufend, welche Maßnahmen effizient auf das Ziel einer Klimaneutralität einzahlen, um so die entsprechenden Handlungsprioritäten darauf abzustimmen. Grundsätzlich gilt dabei, dass sich die Prioritäten und Zeiträume der Maßnahmenplanung zur Einsparung von Emissionen an der Höhe des Einsparpotenzials, der Wirtschaftlichkeitsbewertung, der Höhe der Investitionen, der Schnelligkeit der Umsetzungsmöglichkeiten und dem damit verbundenen organisatorischen Aufwand bemessen. Das Sanierungsniveau für die Zielzustände ist abhängig von der in Aktualisierung befindlichen Bestandsentwicklungsstrategie und richtet sich nach der bereits vorhandenen Dämmung der Gebäudehülle sowie nach der möglichen klimaneutralen Heizungsumstellung (kommunale Wärmeplanung). Die Maßnahmenplanung erfolgt für jedes Gebäude und Quartier bedarfsorientiert.
Die Defossilisierung bzw. die Fokussierung auf eine Wärmeversorgung durch den Einsatz erneuerbarer Energien in Ableitung der kommunalen Wärmeplanung unter Berücksichtigung bestehender Beheizungsarten stellt dabei, soweit finanziell realisierbar, eine priorisierte Möglichkeit der Umsetzung dar. Die BREBAU hat für ihr größtes zusammenhängendes Quartier Anfang 2026 eine Planung und Ausschreibung initiiert, die eine Erneuerung des Nahwärmenetzes sowie die Umstellung von Gasheizungen auf Wärmegewinnung durch die Installation einer zentralen Luft-Wärmepumpenanlage unter Berücksichtigung eines Puffers durch einen Spitzenlastgaskessel vorsieht. Da dieses Gebiet mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht an das Fernwärmenetz angeschlossen wird, ermöglichen wir eine Abkehr von fossilen Energieträgern im hohen Maße.
Gegenüber der bisherigen unternehmerischen Bestandsentwicklungsstrategie entstehen durch die zusätzlichen Maßnahmen zur Dekarbonisierung Zusatzkosten. Die BREBAU ist sich dabei ihrer Verantwortung bewusst, die entstehende Zielkonflikte in ökologischer, ökonomischer und sozialer Hinsicht zu benennen und auszutarieren. Als einen diesbezüglich wichtigen Schritt in eine aus Sicht der BREBAU richtige Richtung ist die zuletzt thematisierte Ausgestaltung eines Förderprogramms zur Unterstützung der Erreichung der Klimaneutralität der bremischen Mehrheitsbeteiligungen hervorzuheben, für das sich die BREBAU unter Berücksichtigung der ihrerseits geplanten Maßnahmen mit einem nennenswerten Beitrag zur Umsetzung von Umwelt- und Klimaschutzzielen beworben hat.