Beschreibung
Der Klima Campus soll einen hochmodernen Ort des gemeinsamen, zielgerichteten Lernens und der Begegnung für verschiedene Akteur:innen und Zielgruppen schaffen. Mit dem Campus sollen Antworten auf die zentralen Herausforderungen des Fachkräftemangels gegeben werden. Unter dem Begriff Transformation werden die Entwicklungen und Herausforderungen, die sich aus Dekarbonisierung und den dazu zählenden wesentlichen Schlüsselberufen sowie Digitalisierung und der Demografie für Aus- und Weiterbildung ergeben. Als zentraler Dreh- und Angelpunkt für eine moderne und auf Klimaneutralität ausgerichtete Berufsausbildung soll der Campus die Beschäftigungsfähigkeit von Arbeitnehmer:innen sowie die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen sichern. Dazu soll die technologische Infrastruktur nach Möglichkeit zentral angeboten werden, damit diese von mehreren Akteur:innen genutzt werden kann.
Der Klima Campus auf der Überseeinsel ist geplant aus den folgenden vier Modulen:
Modul 1 – Die sogenannten „Werfthallen“: Zentraler Bestandteil dieses Moduls ist die geplante gläserne Ausbildungswerkstatt für die Windtechnikerausbildung. Sie ermöglichen Einblicke in die duale Berufsausbildung bei der Deutschen Windtechnik. Ein Trainingscenter für Windkraft sowie ein Showroom von ArcelorMittal und ggf. weiteren Unternehmen zählen ebenfalls zum 1. Modul. Darüber hinaus sind öffentlich nutzbare Flächen vorgesehen, darunter ein Berufsorientierungslabor/TechLab, das nach Anmeldung für Schulklassen, Besuchergruppen und weitere Interessierte offensteht. Dieses Labor dient der berufsvorbereitenden Erprobung und Veranschaulichung verschiedener Berufe im Bereich der erneuerbaren Energien. Ergänzend sind Schulungsräume, ein Café und weitere Einrichtungen geplant.
Geplant ist die Ausschreibung einer Betreibergesellschaft für die öffentlich genutzten Flächen des 1. Moduls. Im 2. Quartal 2027 soll vom Eigentümer ein entsprechender Bauantrag gestellt werden.
Modul 2 – Innerbetriebliches Ausbildungs- und Schulungszentrum der Fa. ROM/Zech:
Die Zech Group plant die Ansiedlung eines Kompetenzzentrums für Klimatechnik, Energieeffizienz und Smart Building. Das Unternehmen ist im Bereich der Sanitär- und Gebäudetechnik tätig.
Das Grundstück befindet sich im städtischen Eigentum und könnte dem Unternehmen im Rahmen eines Erbbaurechtsvertrages langfristig ab 2028 zur Verfügung gestellt werden. Zurzeit bereitet die Stadt einen Letter of Intent vor
Modul 3 – Bildungszentrum des Handwerks:
Der Schwerpunkt liegt auf der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung in den Berufen der erneuerbaren Energien sowie der gewerblich-technischen Ausbildung. Geplant ist die Integration von Ausbildungswerkstätten des
Handwerks, ergänzt durch spezifische Angebote zur beruflichen Weiterbildung. Die Ansiedelung auf der Überseeinsel als Standort wird derzeit geprüft.
Modul 4 – Neues Technisches Bildungszentrum (TBZ):
Das TBZ ist eine berufsbildende Schule mit fachlichem Schwerpunkt auf der Aus- und Weiterbildung, insbesondere in den Bereichen Elektrotechnik, Mechatronik sowie Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik. Auch für dieses Modul ist eine Ansiedlung auf der Überseeinsel geplant.
Für Modul 3 + 4: Bildungszentrum und TBZ: Für diese Module wurde eine Baumassenstudie erstellt, welche auf Grundlage der jeweiligen Flächenbedarfe die notwendigen Grundstücksgrößen grob definiert und lokalisiert.
Im Zuge der fortgeschrittenen Umsetzung des Campus soll geprüft werden, welche weiteren Möglichkeiten es zur Intensivierung der ausbildungsübergreifenden Zusammenarbeit und Attraktivierung der klimaschutzrelevanten Ausbildungsberufe auf dem Campus gibt. Zu diesen Möglichkeiten zählen bspw. gewerkeübergreifende Ausbildungen im Rahmen von Verbünden (ehemals L-GWS-069), eine Koordinierungsstelle zwischen Akteur*innen der beruflichen Bildung (ehemals L-GWS-081) oder Maßnahmen zur Attraktivierung der angebotenen Aus- und Weiterbildungen (ehemals L-GWS-080).