Beschreibung
A) Die Bremischen Bildungspläne formulieren für Schulen die Fachinhalte für Klimabildung. Das Qualitätsmodul Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) gibt Lehrkräften Orientierung, wie wissenschaftsfundierte Klimabildung in gesellschaftliches Handeln münden kann. Des Weiteren gibt das Qualitätsmodul Orientierung, Klimabildung im globalen Kontext einzuordnen und zu verstehen. Hierzu sind Qualitätskriterien für BNE im Unterricht entwickelt. Weitere Handlungsfelder sind, Fortbildungen / Angebote zu entwickeln, damit auch andere Bremische Strategien mit Klimabildungsbezug in den Unterricht einfließen (Insektenschutzprogramm, Biodiversitätsstrategie und Ernährungsstrategie).
B) Um BNE im Bremer Bildungswesen zu verankern, werden beim Senator für Kinder und Bildung zwei didaktische Handreichungen im Rahmen einer Länderinitiative entwickelt. Die Länderinitiative trägt den Titel: "Implementierung von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in die zweite und dritte Phase der Lehrkräftebildung in Bremen - BNE Unterrichtsbausteine und Klimabildungsmodule". Der operative Teil ist 2025 erfolgreich beendet worden.
Die beiden Handreichungen werden zum 30.06.2026 veröffentlicht sein:
Eine Handreichung enthält konkrete BNE-Unterrichtsentwürfe von der Grundschule bis in die Sekundarstufe II. Die Unterrichtsentwürfe wurden von Lehramtsstudierenden und Lehrkräften entwickelt. Die zweite Handreichung unterfüttert wissenschaftlich fundiert und altersangemessen, wie Klimabildung anwendungsorientiert und motivierend im Unterricht umgesetzt werden kann. Sie ist das unterrichtsbegleitende Material des externen Bildungspartners MARUM - Zentrum für marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen. Das MARUM ermöglicht den Schulen im Projekt "Klima - ich wandle mich", vier Module zur Klimabildung in unterschiedlichen Jahrgängen umzusetzen. Die Module ermöglichen den Schulen, Klimabildungsthemen fächerübergreifend in den Fach-/Projektunterricht einzubinden. Die Module können sowohl aufeinander aufbauend als auch unabhängig voneinander unterrichtet werden. Es finden Netzwerktreffen und Fortbildungen statt und es wird eine didaktische Handreichung zu den Klimabildungs-Modulen entwickelt. https://www.marum.de/MARUM-UNISchullabor-2/Bildungsprojekt-Klima-ich-wandle-mich.html
C) Der externe Bildungspartner energiekonsens schafft mit dem Projekt "Schulen auf dem Weg zur Klimaneutralität" weitere Beratungs- und Fortbildungsangebote zum Einsparpotenzial von Kohlenstoffdioxid vor Ort in den teilnehmenden Schulen. Teilnehmende Schulen entwickeln daraus einen Klimaschutzplan für die Schule. Auch hier werden Netzwerktreffen durchgeführt. https://energiekonsens.de/themen-projekte/schulen-auf-dem-weg-zur-klimaneutralitaet.
Seit Februar 2026 tragen acht Schulen in Bremen und Bremerhaven das Siegel "Klimaschule". Das Programm wird 2026 fortgeführt. Aktuell werden ein Leitfaden für Schulen und Kriterien für das Erwerben des Siegels "Klimaschule" erarbeitet. Grundlage sind die Erfahrungen aus den Pilotprojekten sowie aus Programmen in anderen Bundesländern.
D) Verzahnung des unterrichtsunterfütternden Programms "Klima - ich wandle mich" mit dem handlungsorientierten Programm "Schule auf dem Weg zur Klimaneutralität". Jeweils eine Schule in Bremen und Bremerhaven setzt beide Programme an der Schule um. Damit wird ein ganzheitlicher Ansatz von Klimabildung mit konkretem Handeln zu verknüpfen Realität.
E) Außerschulische Bildungsorte stellen ihre Angebote auf der Suchmaschine https://bremen367.sixcms.schule.bremen.de/ ein. Die Angebote berücksichtigen die Bildungspläne des Landes Bremens. Dadurch können sie von Lehrkräften unterrichtsbegleitend eingesetzt werden. Lehrkräfte haben zudem die Möglichkeit, Dauerangebote fest im schulinteren Curriculum zu verankern. Dadurch können Bildungspartnerschaften entstehen.