Moorschutzprogramm und Pilotprojekte zum Schutz von Moorböden sind eine Maßnahme der 2025 vom Senat beschlossenen Biodiversitätsstrategie 2030, die mit Finanzmitteln gemäß Aktionsplan 2026/27 hinterlegt ist. Stellenbesetzung zum Landesmoorschutzprogramm erfolgt. Regionalbüro Natürlicher Klimaschutz im Land Bremen etabliert. Bremische Biodiversitätsstrategie 2030 mit Teilzielen zum natürlichen Klimaschutz verabschiedet. Weitere Maßnahmen nach entsprechender Bereitstellung von Haushaltsmitteln und Schaffung von Bearbeitungskapazitäten. Erwartung der bislang noch nicht veröffentlichten Förderrichtlinien im Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz zu Auen und bewirtschafteten Moorböden.
Beschreibung
Ziel ist die Stärkung von Ökosystemen, in ihrer Fähigkeit Treibhausgase zu binden. Angesichts der naturräumlichen Gegebenheiten im Land Bremen werden vier Maßnahmengruppen prioritär verfolgt:
Wassermanagement in der Grünlandwirtschaft,
Landesmoorschutzprogramm,
Renaturierung von Fließgewässern und Auen
Operationalisierung
Entwicklung und Durchführung eines Moorschutzprogramms für das Land Bremen. Entwicklung und Koordination von Maßnahmen zur Verbesserung der Kohlenstoffspeicherfähigkeit der Landschaft, insbesondere Wassermanagement und nachhaltige Grünlandbewirtschaftung. Information und Beratung zur Fördermöglichkeiten im Rahmen des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz. Arbeitsgruppe zum Beitrag des Landes Bremen unter der EU Wiederherstellungsverordnung.
EU Interreg Projekt Nature Based Carbon Offsetting
Im Interreg Europe Projekt NACAO entwickelt Bremen gemeinsam mit fünf weiteren europäischen Regionen naturbasierte Maßnahmen zum Klimaschutz. Ökosysteme, wie Wälder, Feuchtgebiete und Moore, sollen in ihrer Fähigkeit, Treibhausgase zu binden, gestärkt werden (sogenannter natürlicher Klimaschutz). Intakte Ökosysteme können dabei nicht nur als Senken für Treibhausgase wirken, sondern auch zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels beitragen. In der vierjähren Projektlaufzeit entwickeln, testen und bewerten die teilnehmenden Regionen aus Spanien, Italien, Frankreich, Deutschland, Polen und Finnland verschiedene Maßnahmen zur Reduktion und Speicherung von Treibhausgasen durch den Erhalt, die Wiederherstellung oder Zustandsverbesserung von Ökosystemen. Ziel des Interreg Europe Projekts NACAO ist es, das Wissen und die Fähigkeit der Regionen beim natürlichen Klimaschutz zu stärken, damit die europäischen Regionen einen wirkungsvollen Beitrag zur Lösung der Klima- und Biodiversitätskrise leisten können.
Regionalbüro Natürlicher Klimaschutz im Land Bremen
Einrichtung eines Regionalbüros zum Natürlichen Klimaschutz im Land Bremen mit vier vom Bund vollständig finanzierten Personalstellen.
Das Regionalbüro unterstützen die Ziele des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz (ANK) an der Schnittstelle zwischen Landesverwaltung, Kompetenzzentrum Natürlicher Klimaschutz (KNK) und lokalen Akteuren. Es erschließen Synergien zwischen Landes- und Bundesmaßnahmen zum Natürlichen Klimaschutz und identifizieren rechtliche und administrative Hemmnisse für den Natürlichen Klimaschutz auf lokaler und regionaler Ebene, um entsprechende Informationen und Lösungsansätze an die jeweils zuständigen Stellen heranzutragen. Das Bremer Regionalbüro informiert, unterstützt und steuert Bremer Projekte zum natürlichen Klimaschutz im Rahmen des ANK. Dazu gehören auch Informationsveranstaltungen für potenzielle Kooperationspartner (z.B. landwirtschaftliche Betriebe) für Projekte des moorbodenschonenden Wassermanagements.
12/2024 Abschluss der Verwaltungsvereinbarung zwischen Bund und Land. Ziel: Vollständige Stellenbesetzungen bis Q2/2026. Gesamtlaufzeit des Projektes vom 09.12.2024 - 30.06.2028.
2030
Landesmoorschutzpogramm
Das Land Bremen verfügt mit den Niedermoorböden im Blockland und der Wümmeniederung, dem Fehrmoor als letzten Hochmoor Bremens und dem Ruschdahl-Moor in Bremen-Nord über unterschiedliche Moorgebiete, die einen wichtigen Beitrag für die Artenvielfalt, den Klimaschutz, als Wasserspeicher und für die landwirtschaftliche Nutzung leisten. Das Landesmoorschutzprogramm soll in einem partizipativen Prozess die strategische Ausrichtung und langfristige Ziele der Moorentwicklung erarbeiten. Dazu sollen auch Informationsmedien, eine Vor-Ort-Beratung und die Vernetzung von Akteur*inn*en für klimafreundliche Landnutzung auf organischen Böden gehören. Die Besetzung der entsprechenden Personalstelle ist in 01.2026 erfolgt. Vorbereitende Arbeiten am Moorschutzprogramm beginnen in 2026.
Was wurde gemacht?
01.04.2025
Bremische Biodiversitätstrategie 2030 mit Teilziel Natürlicher Klimaschutz verabschiedet
Die Stärkung von Biodiversität und ihren ökologischen Funktionen trägt zu den Zielen der Klimaanpassung und des Klimaschutzes bei. Das in der Biodiversitätsstrategie beschlossene Teilziel 7.3 "Natürlichen Klimaschutz umsetzen" adressiert Synergien der Biodiversitätsförderung zu Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel, insbesondere durch naturbasierte Lösungen im Siedlungsbereich (Entsiegelungen und Rekultivierung entsiegelter Flächen, Gebäudebegrünung, Bäume, Gewässer etc.), Wassermanagement auf organischen Böden, Renaturierung von Hochmoorflächen (Fehrmoor) sowie der naturnahen Entwicklung von Auen und Wäldern als natürliche Kohlenstoffsenken. Die im Klimaaktionsplan verfolgten Maßnahmen zur Stärkung natürlicher Kohlenstoffsenken in der Stadt und in der Landschaft sind somit auch durch die Biodiversitätsstrategie begründet und ihr entsprechend breiter Zielbeitrag wird laufend überwacht.
Zusammenfassung und Kontakte
Handlungsfeld
Umsetzungsebene
Land
Zuständige Organisationen
Kennzahlen / Indikatoren zur Erfolgsmessung
Wiedervernässung von kohlenstoffreichen Böden (in ha)
Teilvernässung von kohlenstoffreichen Böden (in ha)