S-HB-GWS-157Natürlicher Klimaschutz in der freien Landschaft - Fähigkeit der Ökosysteme zur Bindung von Treibhausgasen stärken
Fortschritt
noch nicht begonnen
in Prüfung / Vorbereitung
in Umsetzung
Laufend
im Zeitplan
Mehrere Projekte zum natürlichen Klimaschutz begonnen. Drittmittelanträge für weitere Maßnahmen in Vorbereitung. Förderantrag für Moorbodenmanagement der "Moorböden der Bremischen Wümmeniederung" gestellt. Weitere Maßnahmen nach entsprechender Bereitstellung von Haushaltsmitteln und Schaffung von Bearbeitungskapazitäten. Erwartung der bislang noch nicht veröffentlichten Förderrichtlinien im Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz zu Auen und bewirtschafteten Moorböden.
Beschreibung
Ziel ist die Stärkung von Ökosystemen, in ihrer Fähigkeit Treibhausgase zu binden. Angesichts der naturräumlichen Gegebenheiten in Bremen werden vier Maßnahmengruppen prioritär verfolgt:
Wassermanagement in der Grünlandwirtschaft,
Moorschutzmaßnahmen
Renaturierung von Fließgewässern und Auen
Neuaufforstung oder naturnaher Umbau von Wäldern ("Klimawälder")
Operationalisierung
Entwicklung von Projektanträgen im Rahmen des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz. Maßnahmen unter der EU Wiederherstellungsverordnung.
Antrag zum Moorbodenschutz im Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz
Bremen ist ein moorreiches Bundesland, setzt man die Flächen mit Moorböden ins Verhältnis zur Landesfläche. Fortschritte im Moorbodenschutz sind damit auch Voraussetzung um die Landesklimaziele zu erreichen.
In der ANK Förderrichtlinie„Information, Aktivierung, Steuerung und Unterstützung von Maßnahmen zur Wiedervernässung von Moorböden“ (InAWi,Link) hat die Stadtgemeinde Bremen einen Antrag im Förderschwerpunkt 3 (Moorbodenmanager*in) für die Moorregion Bremischen Wümmeniederung gestellt, mit dem zugleich Mittel für Informationen und Beteiligung der relevanten Akteure sowie Mittel für die Beauftragung eines Moorbodenschutzkonzeptes beantragt werden. Zur Sicherstellung der personellen Kontinuität bei dem sensiblen Thema Moorschutz in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Akteuren, wird die förderfähige Länge der Personalstelle von sieben Jahren voll ausgeschöpft. Beantragter Projektstart ist Januar 2027.
In der ANK Förderrichtlinie "Förderrichtlinie für die Wiedervernässung und Renaturierung naturschutzbedeutsamer Moore" (1.000 Moore,Link) ist beimMagistrat Bremerhaven als Kommune ein Antrag für das Fehrmoor als Bremens größtes Hochmoor angedacht und wird gestellt, sobald Eigenmittel und Bearbeitungskapazitäten zur Verfügung gestellt werden.
Die ANK Förderrichtlinie "Maßnahmen zur dauerhaften und weitgehenden Wiedervernässung land- und forstwirtschaftlicher genutzter Moorböden" (Palu) (u.a. Investition, Kompensationen) wird noch erwartet. Je nach Ausgestaltung hat diese hohes Potential um beim Moorschutz in dem bewirtschafteten Grünland auf Niedermoorböden in Bremen voran zu kommen. Die oben genannte Förderrichtlinie InAWi schafft mit der Erstellung eines Moorbodenschutzkonzeptes und dem Moorbodenmanagement die konzeptionellen und personellen Voraussetzungen für Anträge in der FRL Palu.
2028
Verbesserung Wassermanagement Waller Feldmark durch Abkopplung der Gräben vom Maschinenfleet
Erfolgreiche Beantragung von Drittmitteln im Rahmen des ANK Projektes "Naturnahe Kleine Wümme" (WuemmeLand) für die Vervollständigung des Randgraben parallel zum Maschienenfleet und die notwendigen Stauanlagen. Nun erfolgt im nächsten Schritt die Klärung der Eigentumsverhältnisse.
31.12.2028
Projekt "Anpassung von Dauergrünland in Weide- und Schnittnutzung auf Bremer Niedermoorschandorten durch klimaschutzorientierte, zukunftsfähige Bewirtschaftungsformen der Rinderhaltung" (GreenMoor II)
Treibhausgasmessungen unter unterschiedlichen Wasserständen in Weide- und Schnittnutzung auf landwirtschaftlich genutzten Dauergrünlandflächen. Das Projekt ist Teil der Maßnahmen zur klimaverträglichen Milchviehwirtschaft auf Niedermoorböden des Entwicklungskonzept Landwirtschaft 2035.
12/2029
Projekt "Naturnahe Kleine Wümme: Gewässerkorridor von der Schwammstadt in die Moor-Landschaft"
Das Vorhaben "Naturnahe Kleine Wümme: Gewässerkorridor von der Schwammstadt in die Moor-Landschaft“ (Abkürzung: WuemmeLand; Projektvolumen 6,3 Mio €, Senatspressemitteilung vom 11-04-2024) wird gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages und läuft vom 01.01.2025 bis 31.12.2029 (Bewilligungszeitraum). WuemmeLand adressiert die Zielobjekte Gewässer, Uferzonen und benachbarte Grünflächen, um diese mit dem Ziel des Wasserrückhalts in der Landschaft und der CO2-Bindung ökologisch aufzuwerten. Dazu werden Strukturen im Gewässerbett angelegt, naturnahe Ufer entwickelt, Nebengewässer angeschlossen sowie die ökologische Durchgängigkeit optimiert und die Wasserhaltung angrenzender Niedermoorböden verbessert. Im Bremer Westen werden Streuobstbestände angelegt und in der Vahr werden Altbäume durch Baumscheibenentsiegelungen gesichert.
Zusammenfassung und Kontakte
Handlungsfeld
Umsetzungsebene
Stadt Bremen
Zuständige Organisationen
Kennzahlen / Indikatoren zur Erfolgsmessung
Wiedervernässung von kohlenstoffreichen Böden (in ha)
Teilvernässung von kohlenstoffreichen Böden (in ha)